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Autor Thema: Fehler wastegate?  (Gelesen 23580 mal)

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Offline diet-man

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Fehler wastegate?
« am: Freitag 30 August 2013, 16:06:11 »
Hallo,

ich habe seit einiger Zeit einen Ladedruckverlust, und habe gerade das WG etwas genauer untersucht. Feder i.O., Oberkammer der Steuerung dicht zur Unterkammer (d.h. Membran i.O.), aaaaber: Wenn ich die Steuerleitung vom N75 abziehe, dann kann ich in die Unterkammer der Steuerung des WG beliebig viel Luft reinpumpen... scheint also undicht zum Abgasteil zu sein. Ist das normal, oder hab ich damit den Fehler für den mangelnden LD gefunden?

Danke unf Gruß, Dietrich
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Offline Jan_S2

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Antw:Fehler wastegate?
« Antwort #1 am: Freitag 30 August 2013, 17:10:35 »
Wir hatten das Thema schon mal hier.
Mit hoher Laufleistung wird das WG undicht, d.h. das Spiel zwischen Ventil und Führung ist erhöhr (zu hoch).
Das wirkt sich i.d.R auf den LD-Aufbau aus, nicht aber auf den max. LD.

Offline diet-man

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Antw:Fehler wastegate?
« Antwort #2 am: Freitag 30 August 2013, 22:15:53 »
Hmm, link bitte:-)

Aber klingt logisch:
 D.h. wenn die Führung zwischen Abgas und Steuerdruck undicht ist, würde eher der Druckaufbau in der Unterkammer verzögert, d.h. das WG würde sogar eher länger geschlossen bleiben (da der Druck vom N75 ja gegen die Feder wirken und das WG öffnen soll, aber durch die Leckage langsamer anwächst). Anders herum kann sich sowieso kein Druck über diesen Weg in der Unterkammer aufbauen, solange das WG geschlossen (dicht) ist. Und auch wenn es geöffnet hat nicht, weil der Druck dann Richtung Kat abgelassen wird und deutlich kleiner ist als der LD...
Wenn jetzt der Abgasdichtsitz beschädigt wäre und eine Leckage zuläßt, geht das Abgas ebenfalls nicht durch die Führung in die Unterkammer und dann weiter zum N75, da der Druck dort immer noch höher ist als der Abgasdruck zum Kat hin...?

Das bedeutet aber in Summe, daß ich mein Problem immer noch nicht gefunden habe... das WG scheidet somit aus. Halt, nicht ganz, denn es könnte immer noch eine Undichtheit am Abgas-Dichtsitz geben. Kann so etwas plötzlich auftreten, z.B. i.d.Form von einem Ausbruch?

Da ich am N75 per Diode kein Abregeln feststellen konnte (leuchtet unbeirrt voll weiter trotz LD-Begrenzung = N75 weiterhin offen, SG asagt weiterhin "Volldampf":-)), scheidet auch ein Sensorfehler aus.

durch das N75-Ergebnis müßte sich der Fehler auf ein mechanisches Problem irgendwo in der heissen oder kalten Luft eingrenzen lassen. Pop Off ist getauscht, N75 geprüft (tackert und dichtet). Schläuche sind auch alle dort wo sie sein sollen, sichtmäßig i.O... Werde als nächstes mal den gesamten kalten Bereich abdrücken, vielleicht ist ja irgendwo was undicht, das ich nicht gesehen habe. Im heissen Bereich bleibt ja nur der Flansch zum Lader (alle Schrauben angezogen), Krümmer zum Block (sollte i.O. sein) Krümmer selbst (sichtmäßig rissfrei), und Flansch zum WG sowie besagter Dichtsitz...

Bin echt gespannt auf die Lösung...!

Danke soweit,
Dietrich
« Letzte Änderung: Freitag 30 August 2013, 22:25:09 von diet-man »
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Offline Andi T.

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Antw:Fehler wastegate?
« Antwort #3 am: Freitag 30 August 2013, 22:59:57 »
Servus,

was sagt denn der Fehlerspeicher?
Gruß Andi


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Offline diet-man

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Antw:Fehler wastegate?
« Antwort #4 am: Sonntag 1 September 2013, 22:13:22 »
Hi Andi,

der Fehlerspeicher sagt eigentlich nichts. "Eigentlich" deshalb, weil der Fehler "65535 Steuergerät defekt" statisch da ist, aber laut SMS (tuner) nichts zu sagen hat.
Der Fehler ist 100% reproduzierbar, und plötzlich aufgetreten, d.h. von einer Beschleunigung auf die andere. Er äussert sich darin, daß der LD-Aufbau bei Erreichen von ca. 1,4...1,5bar plötzlich begrenzt wird, was teilweise spürbar ist durch kurzes leichtes Ruckeln in diesem Moment. Danach gibt es dann mit steigender Drehzahl kaum noch LD-Anstieg (max 1,6bar @7000rpm), wobei dabei keinerlei Ruckeln mehr auftritt, der Motor aber spürbar eingebremst hochdreht, verglichen mit der normalen Funktion.
Untenrum bis zur LD-Begrenzung läuft alles normal, Lader kommt wie üblich und baut den Druck wie gewohnt auf. Applizierter und normalerweise erreichter LD war 1,95bar.

Im Einzelnen hab ich bisher untersucht:
- Auslesen Fehlerspeicher im Motorsteuergerät: nur 1 signifikanter Fehler: "65535: Steuergerät defekt" (statischer Fehler), der löschbar aber sofort wiederkehrend ist.
- Taktventil N75 i.O. (schaltet und dichtet, Durchgangswiderstand 30 Ohm i.O., bei Deaktivierung max LD nur noch 0,5bar (Notlauf))
- SUV war defekt (undicht zum Steuerdruckanschluss), und wurde durch ein Kolbenventil ersetzt -> jetzt dicht, aber keine Verbesserung beim Ladedruckaufbau
- Wastegate (oben) i.O.: Membran ist dicht, Feder unbeschädigt, Stössel leichtgängig. Führung zu Abgasteil undicht (Druckverlust am Steuerdruckanschluss)
- Schläuche / Leitungen sichtmäßig alles i.O., v.a. auch Saugrohrdruckmeldung zum pop off, Anschlüsse WG und N75 (letzte Gewissheit per Druckprüfung fehlt noch)
- Benzindruckregler i.O. (hab das ursprüngliche italienische 5-bar Teil gegen einen von Bosch Motorsport getauscht, kein Effekt)
- Lader klemmt nicht (läuft wie immer nach Abstellen hörbar noch ein bisschen aus, da kugelgelagert)
- Höhengeber vmtl. i.O., da abgezogen & Probefahrt: LD wird auch zunächst wieder bei 1,5 bar begrenzt, fällt aber dann mit steigender Drehzahl deutlich ab
- LED an Taktventil angeschlossen: keine Änderung sichtbar bei LD-Begrenzung, sieht nach 100% aus (=voller LD gewünscht)


Letzter Punkt spricht nach meinem Verständnis deutlich gegen einen Sensorfehler, da das SG ja weiterhin "gib alles!" befiehlt. Also wohl eher ein mechanisches Problem im Luftbereich zwischen Krümmer und Einlass... Daher meine Fragen zum Wastegate, da dieses beim Umbau leider nicht überholt wurde...

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Offline diet-man

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Antw:Fehler wastegate?
« Antwort #5 am: Dienstag 3 September 2013, 22:19:38 »
Soooo, geschafft.... Ich hab heute endlich mal den Frischluftbereich abgedrückt, nachdem mein Hilfswerkzeug dafür fertig geworden ist. Ergebnis: Der LLK ist leck. Leck Axxxx, aber immerhin ist der Fehler nun gefunden.

Für diesen Thread vielleicht noch als Abschluss:
Kann jemand sagen, wann man das WG tauschen bzw überholen sollte? Wie weit darf die Führung verschleissen?
Und: Gab es schon mal den Fall, daß die Ventilfläche am Abgas so beschädigt war, daß hier ein ständiger spürbarer Druckverlust eingetreten ist?
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