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Autor Thema: Ladedruckaufbau 20v  (Gelesen 7931 mal)

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Offline Mr.Floppy

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Ladedruckaufbau 20v
« am: Montag 20 Januar 2014, 14:51:10 »
Moin,

Ich bin auf der Suche nach einem kuriosen Verhalten im Ladedruckaufbau, leider ist es nicht durchgehend reproduzierbar.
Fahrzeug ist ein 89er Audi 200 20v, MKB 3B am Kopf, RR im Babberl am Kofferraum.

Man ist z.B. im dritten, knapp über 2000 rpm und gibt AK voraus.
Dann baut er laut Anzeige LD bis 1.4 bar auf, dann kommt nix, und mal ab 4000, mal ab 5000 kommt quasi deutlich merkbar der Restschub dazu, bis Anzeige 1.7, und neuerdings wieder 1.8.
1.9 habe ich länger mal nicht gesehen, jetzt aber wieder ab und an. 1.7 laut Anzeige schafft er ohne weiteres.

Den Effekt merkt man deutlich in der Beschleunigung, es ist nichts, was mit der Anzeige selbst zusammenhängt.

Das Ladedrucksystem ist soweit dicht, Fehlerspeicher - wie sollte es anders sein - leer.
Das letzte Neuteil war das Abschaltventil vorm Lader.

Davor:
- N75
- bis auf die Zündspule/Endstufe die gesamte Zündanlage ( Kabel, kompletter Verteiler, Kerzen )
- diverse Meter Unterdruckschläuche
- Kurbelgehäuseentlüftungsschlauch mit Rückschlagventil
- LMM
- Tangosonde
- Klopfsensoren
- Verkabelung Multifuzzi & neuen MF, der aber leider zu hohe Werte anzeigt.

Ansonsten wurden Teile der Verschlauchung vom Kühlwasser erneuert, neue Pleuellager ( haben sich gelohnt, 2 bar mehr Öldruck :D ) , und diverse Verschleissteile um die Kühlung herum.
An Arbeiten stehen noch folgende Dinge aus:
- Kopf abdichten ( schwitzt etwas Öl oben an der Deckelkopfdichtung) , neue Hydrostößel & Schaftdichtungen, Nockenwellenkette, Zahnriemensatz, eventuell der Einfachheit wegen direkt mit einer neuen Kopfdichtung.
Und später noch Kleinkram am Fahrwerk ( Dämpfer vorne, Spurstangenköpfe), Teile der Hydraulik -> Leitungen am Lenkgetriebe , aber so Kleinkram, der tendentiell *eigentlich* nichts mit dem Ladedrucksystem zu tun haben sollte.

Der Datenstand ist die Original Software vom 3B/RR, am Wastegate wurde nichts rumgepfuscht, LLK ist original, der Drucksensor im Steuergerät ist auch noch original. Der Vorbesitzer hat an dem Fahrzeug keine Änderungen am Steuergerät gemacht.
Testweise hatte ich mal einen ABT-Datensatz drinnen, für 2 Monate, der so irgendwas mit 270 Pferdchen bringen soll.
Hat Spaß gemacht, bei 160 aufs Gas gelatscht und der ging bergauf ab als ob der Teufel hinter ihm her wäre.
Aber der Datensatz hat wohl diverse Fehler ignoriert, unter anderem am N75, den der Seriendatensatz angezeigt hat, und so habe ich den mal wieder zu Hause in den Schrank gelegt, bevor ich den Motor von der Staße aufkehren kann.


Hat jemand eine Idee, wo ich da mit dem Suchen anfangen kann ?

Merci ;-)

Roland

Offline Kai aus dem Keller

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Antw:Ladedruckaufbau 20v
« Antwort #1 am: Montag 20 Januar 2014, 15:31:52 »
Moin!
Lief er denn schonmal normal? Tritt der Fehler immer auf?
Nehme an, dass du die Ladedruckwerte im BC abließt... Wenn er nur 1,4, also effektiv 0,4 Bar überdruck macht, ist er im Notlauf... Es gibt ein paar ursachen die möglich wären...
Evtl. hat dein Hallgeber sporadische ausfälle... Das problem hatte ich auch mal, aber bei höheren Drehzahlen...
N75 wäre auch ne möglichkeit, aber dann dürfte er eigentlich immer nur 0,4 Bar machen...
Wie schauts mit dem Zündgeschirr aus? Kerzen, Leitungen usw? Läuft er denn normal oder sind beim beschleunigen leichte Zündaussetzer spürbar?

Gruß,
Kai
200 20V TQ, Außer Licht muss man auch Leistung haben!!

Offline Jan_S2

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Antw:Ladedruckaufbau 20v
« Antwort #2 am: Montag 20 Januar 2014, 15:59:16 »
von einfachen zu schweren: check die Sicherungen! Wenn die vom N75 hin ist passt das zu deinem Problem

Offline Amok-Alex

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Antw:Ladedruckaufbau 20v
« Antwort #3 am: Montag 20 Januar 2014, 17:40:11 »
Hallo,

hast ja schon einige relevante Dinge getauscht. Aber mach mal testweise den Stecker vom Multifuzzi ab und dreh ne Runde. Manchmal ist die Verkabelung davon auch hin und dann hilft ein neuer nix.

Ansonsten

- Drucktest
- Fehlerspeicher
- Sicherungen

und dann erst Dinge die Geld kosten.

Halt uns bitte auf dem Laufenden. Ist immer gut eine Lösung zu erfahren.

MfG Olaf
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Offline Mr.Floppy

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Antw:Ladedruckaufbau 20v
« Antwort #4 am: Dienstag 21 Januar 2014, 11:48:44 »
Moin auch,

Das Beschleunigung bzw. Hochdrehen unter Last ist soweit sauber ohne merkbare Ruckler und Zündaussetzer.
Ich habe den Eindruck, daß dieser - für mich - komische Druckaufbau erst mit dem Austausch den ca. 12 Jahre alten Abschaltventils endgültig aufgetreten ist. Das alte habe ich noch irgendwo im Teilechaos liegen, der Einbau ist ja keine große Herausforderung ;-) .

Einen fehlerfrei laufenden Serien-20v habe ich hier in der Nähe nicht greifbar, ein auf RS-irgendwas Step umgebauter mit geschätzten 350 PS ist vom Verhalten kein Vergleich zur Serie, und die meissten anderen, die ich mit 20v kenne, haben software-technisch nachgeholfen.

Vollends verständlich, reizt mich auch, aber erst, wenn die Maschine im Serienzustand sauber und zuverlässig läuft ;-)

Zur "Tauschhistorie" ...

Als ich den Wagen bekommen habe, Ende 2010, lief er an sich recht gut, ist aber der erste Turbo, und ich kannte bis dahin nur den 10V Saugmotor. ( KP, und dann dank "kleinem" Motorschaden Umbau auf KX, wo etwas nachgeholfen wurde ) .
Soff etwas viel dank totem Thermostat, aber das war es.
Auf einem Treffen ist ein Kollege den Wagen gefahren, hat es direkt geschafft, einen recht harten fuel cut off zu provozieren, was mir auf Teufel komm raus nicht gelungen ist.
N75 getauscht, und dann mal gesehen, was das Dingen überhaupt kann und gemerkt - ja, da fehlte Leistung.

Und dann habe ich mal angefangen, noch die üblichen Verdächtigen zu tauschen, die im Laufe der ersten 22 Jahre es so hinter sich hatten.
Zündgeschirr, Verteiler ( Finger ging nicht ab, Öl im Gehäuse und ich wusste nich, ob Pasteritzel oder bereits Metall - es war Metall .. ) , zerbröselte Klopfsensoren, Lambdasonde & LMM ( verbrauchte mir für meinen Geschmack bei moderater Fahrweise zuviel ) .

Was er gelegentlich macht ist eine Sägerei im Leerlauf, da pendelt er zwischen 800 & 1100, mit Klima ein kann man es etwas regulieren.


Drucktest wird gemacht, wenn ich das Equipment dazu wiederfinde, die Sicherungen sahen soweit gut aus, Fehlerspeicher lese ich nachher nochmal aus, und prüfe das mit dem abgezogenen MF auch mal.
Die Leitungen an dem habe ich ca 15 cm und ein Stück in den Kabelbaum hinein erneuert, wollte das aber nochmal ausbessern, wenn ich mal besser dran komme, sprich : Kopf ab oder das Servogelumpe ausgebaut ist.

Gibt es eigentlich eine gute Quelle für den multifunktionellen Temperaturvergeber ?
Der aktuelle zeigt ca 10 - 15 Grad zu hohe Werte an, das Temperaturverhalten an sich ist aber in Ordnung.

Danke fürs Mitdenken ;-)

grüße !

Offline Bbenne123

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Antw:Ladedruckaufbau 20v
« Antwort #5 am: Dienstag 21 Januar 2014, 13:38:25 »
Schau mal hier:
http://www.audi100-online.de/

Da findeste auch nen guten Drucktester(adapter), der auf den Lader selbst kommt.
Ist ein prima Gerät :)

Sägerei kann eben auch von Undichtigkeiten im Drucksystem kommen :)

Offline Olli W.

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Antw:Ladedruckaufbau 20v
« Antwort #6 am: Mittwoch 22 Januar 2014, 01:10:30 »
Zitat
Gibt es eigentlich eine gute Quelle für den multifunktionellen Temperaturvergeber ?
Der aktuelle zeigt ca 10 - 15 Grad zu hohe Werte an, das Temperaturverhalten an sich ist aber in Ordnung.


Eigentlich nur der originale von Behr - die Billigen (Vemo, Meyle, etc..) zeigen alle Müll an.
Der von Behr geht aber irgendwann auch kaputt (meiner jetzt nach  5 oder 6 Jahren).

Werde daher in Kürze einen ganz normalen einpoligen VDO Temp-Geber mit M14 Gewinde reinschrauben, ohne die Pinne zur ECU und Heisswarnleuchte.
Ersatzweise würde auch der kl. einpolige 049919501 gehen, aber der hat nur M10x1 Gewinde.

F76 dürfte aber nix mit Deinem Problem zu tun haben.

Aber was ist hinten Rückseite Zyl. Kopf mit dem 2-poligen Geber für die Motronic - ist der auch schon getauscht/geprüft?



Zitat
Was er gelegentlich macht ist eine Sägerei im Leerlauf, da pendelt er zwischen 800 & 1100, mit Klima ein kann man es etwas regulieren.


Auch der LL läuft mit über den 2-poligen Fühler.

Und das muss nicht unbedingt im Fehlerspeicher stehen, solange die Werte irgendwie plausibel sind und keine Leitungsunterbrechung vorliegt.

Gruss,
Olli

Offline Mr.Floppy

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Antw:Ladedruckaufbau 20v
« Antwort #7 am: Mittwoch 22 Januar 2014, 11:46:27 »
Moin auch,

Ich hab schon wieder vergessen, von welchem Hersteller der MF ist, aber die Packung liegt noch in *irgendeinem* Kofferraum herum.
Heisswarnung & Kompressorabschaltung sind ja *im Grunde* nur die Sicherheitsfunktionen, wenn man das gesamte Restverhalten des Fahrzeugs ignoriert.

Der auf der Rückseite vom Kopf steht noch aufm Wechselprogramm.

Weitere Diagnose wird allerdings dauern, seit gestern Abend steht das Spielzeug in der Tiefgarage, und ich bekomme keinen Gang mehr rein, bzw. vermutlich nur noch mit Gewalt.
Irgendwas an der Kupplungs fühlte sich gestern morgen spontan "seltsam" an, das Pedal vibrierte im gedrückten Zustand, die Vibration lag im Zusammenhang mit der Motordrehzahl.
Bei Motor aus bekomme ich die Gänge alle rein, bei laufender Maschine und stehendem Wagen ging es gestern Abend nicht mehr, musste den Wagen dann in die Parkbucht hineinschieben ...
Während der Fahrt vorher war es kein Problem, Raufschalten normal, Runterschalten mit etwas mehr Kraftaufwand.
Bin mal gespannt was das wieder für ein Käse wird :-/ ...

Ich berichte ;-)

grüßle !

Offline Mr.Floppy

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Antw:Ladedruckaufbau 20v
« Antwort #8 am: Montag 24 März 2014, 12:29:28 »
Moin auch !

So, es wird weiter kaputtrepariert.
So jedenfalls mein Eindruck.
Die Hydraulik tötet mir fleissig den letzten Nerv. Seit dem Einbau der neuen Schläuche, inklusive der Intensivreinigung der Komponenten ( vor allem des final ölverkrusteten Vorratsbehälters ) ölt er um den Anschluss der Saugleitung weiter fleissig herum.
Nicht viel, aber es ölt und markiert den Stellplatz.
These von einem Kollegen : Riss im Kunststoff des Behälters.
Den Druckschlauch zur Lenkung werden ich eh nochmal neu machen müssen, der aktuell verbaute Schlauch "arbeitet" unter Druck nicht so wie gedacht, das Stahlflexgewebe federt keine Druckstöße ab, sondern gibt den Druck 1:1 ans Lenkgetriebe weiter, was unter anderem auch eine veränderte Akustik der Pumpe mitbringt.
Der Gute vom Hydraulikladen hat sich das angeschaut und überlegt sich eine Lösung dafür, es wird irgendeine andere Form von Hydraulikschlauch sein müssen, ohne Gewebe, um die Druckschwankungen im Betrieb zu kompensieren.

Gestern habe ich noch mal eben einen neuen Multifuzzi eingebaut, und einen Temperaturgeber für die Motronic.
Wenigstens ist jetzt die angezeigte Wassertemperatur im Instrument in Ordnung. brave 90 Grad, und nicht mehr 110 ...

So, worauf ich hinaus wollte.
Am Wochenende habe ich beim Kollegen in Rheinbach nochmal nen Drucktest gemacht, und eine neue Undichtigkeit gefunden.
Diesmal ist es der Ladeluftkühler, bläst Fahrerseitig leicht ab, irgendwo zwischen der Trennstelle Kunststoff und Kühlernetz selbst.
*grmpf*

Kann man sowas "reparieren" ?
Habe mal beim lokalen Kühlerbauer nachgefragt, er meinte "er kann versuchen die Klammerung nachzupressen", sah aber nicht sehr zuversichtlich aus.

Ansonsten: Was wählt man da heute als adäquaten Ersatz aus ?

Merci ;-)

Grüße !

Roland

Offline Kapitaen Pluto

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Antw:Ladedruckaufbau 20v
« Antwort #9 am: Montag 24 März 2014, 12:49:58 »
Hi,

der Ladeluftkühler war bei mir auch Undicht, ich habe den dann mit Flex + Bond geflickt: http://mtsonline.funpic.de/llk.html
Zusätzlich habe ich den dir sicher bekannten GTM LLK hier liegen.
Vom Turbozentrum gibt es auch einen LLK, Kai aus dem Keller hat diesen verbaut, sogar mit Fanghaken der Motorhaube, ist hier nach zu lesen: http://auditurboforum.de/ansaugtrakt/llk-am-200-20v-ideen-fur-upgrades/20/
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Offline Mr.Floppy

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Antw:Ladedruckaufbau 20v
« Antwort #10 am: Montag 24 März 2014, 17:03:47 »
Moin,

War der an einer vergleichbaren Stelle undicht ?

Flex & bond :
Ist das Flex & Bond Prozedere halbwegs intuitiv ?
Gibt es beim Zerlegen vom LLk irgendwas zu beachten ?
Ich war da noch nie dran, das ist mir recht neu vom Vorgehen her ;-)
Das wäre mal jedenfalls einen Versuch wert, bevor ich zu einem Austauschteil greifen muss, oder auf die Variante von GTM umsteige.

Umbauarbeiten für einen breiteren LLk kommen eigentlich nicht in Frage, die Lösungen mit dem umgebauten Fanghaken sehen zwar soweit gut aus, aber es ist mir insgesamt zuviel Gesäge am Fahrzeug.

Gibt es eventuell eine LLk-Übersicht für den 20020v, die ich bisher hier übersehen habe ?

Merci ;-)

Grüße !

Offline Kapitaen Pluto

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Antw:Ladedruckaufbau 20v
« Antwort #11 am: Montag 24 März 2014, 19:17:39 »
Meiner war nicht bei dem Kunststoffteil undicht, sondern dort wo die "Stege" in das Seitenteil kommen undicht.
Die Klammern habe ich mit nem Flachschraubendreher und der Rohrzange aufgebogen, mir sind aber auch ein paar dabei kaputt gegangen.
Dann habe ich alles sauber gemacht und wie in der Beschreibung von mts wieder verklebt, bisher ist alles dicht.
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Offline Mr.Floppy

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Antw:Ladedruckaufbau 20v
« Antwort #12 am: Montag 17 Juli 2017, 10:36:52 »
Moin,

Ich krame mal meinen hinkelsteinalten Thread selbst wieder raus ;) , weil das Problem zum Teil immernoch da ist, gepaart mit anderen :-/ .

Ich hab seitdem, neben Sprit verballern, noch diversen "Kleinkram" gemacht.
Neuen Zahnriemensatz, Hydros getauscht, ein paar Wellendichtringe erneuert, GTM LLK verbaut, da die Undichtigkeit am alten LLK nicht anders zu beseitigen war, Steuerschläuche Unterdruck zum Popoff, und andere, gegen originale Nachfertigung getauscht, um den Silikonmüll zu beseitigen, einen habe ich noch auf der Liste, T-Stück Kopf zum Benzindruckregler.

Drucktest sagt 'Bist dicht', bis er den Öleinfülldeckel anhebt und dort abbläst, weil der Druck nirgends raus kann.

Datensatz vom Steuergerät habe ich geprüft, verglichen mit bekannten Seriendatenständen - passt, keine Fehler.

Ich hab noch eine manuelle VDO Ladedruckanzeige 'reingepfuscht' ( Klemmt seitlich an der Mittelkonsole, kein Festeinbau, die Verschlauchung ist sauber ;)  ), um zu sehen, welcher Unterschied zwischen Digitalanzeige und mechanischem Messwert liegt, bisher keine großen Auffälligkeiten, die Digitalanzeige stimmt in zu 0.05 bar mit dem Zeigerinstrument überein.

N75 und das Popoff hatte ich nochmal getauscht, weil ich mal die Info hatte, daß das N75 auch mal gerne neu kapott gehen kann, "weil es das kann".
Steuerleitung vom N75 zum Ladedruckregelventil ist ebenfalls erneuert worden, Drucktest an die Membran ebenfalls, ist dicht und nicht rissig.

Die Kraftstoffpumpe war dann der letzte Tausch, die alte Serienpumpe gegen eine lärmende Bosch 044 samt Relaisverschaltung und Kabelquerschnittsupgrade getauscht.
Läuft, lärmt wenn warm, 0.1 Bar mehr Leistung und der Durchschnittsverbrauch ist kurioserweise um 1 bis 1.5 ltr gesunken.
Einzig den Benzindruckregler habe ich noch nicht getauscht, vielleicht messe ich den mal noch durch, falls meine Adapter zur Druckmessung passen.
Und der Kraftstofffilter wurde auch mal getauscht, damit der 5 Jahre alte mal raus kann.

Was mir aufgefallen ist: Um den Verteiler herum ist es ölig.
Verteilerkappe ist am Rand ölig, ein wenig auch im Bereich der Kontakte des Läufers, und dementsprechend ist alles 'unter dem Verteiler' leicht ölig, also Kurbelgehäuseentlüftungsschläuche.
Ich hatte mal gelesen, daß eine schlecht durchgängige KGE dann durch zu hohem Druck im Kurbeltrieb das Öl gerne an der Verteilerwelle durch drückt.
Darum habe ich dann mal gestern die Verschlauchung von der KGE rausgeholt, und an der Waschbox mit dem Hochdruckreiniger durchgejaucht.
Der Stahlschlauch seitlich am Kopf war sauber, keine Verkrustungen etc. ( Hatte den mal nach 20 Jahren am 100er gereinigt, da kamen ganze Kohlewaggons raus ... ) .
Der Entlüftungsschlauch selbst war ölig, aber sauber.
Der Ausgang am Block sah soweit auch nur mild verdreckt aus, keine Kohlewagen drinne ;).

Mit dem komischen Ventil , welches zwischen Silikon & Stahlschauch sitzt, komme ich nicht parat.
Es hat - zumindest hat es jetzt - beim Durchspülen in 'beide Richtungen' Durchgang.
Sollte das nicht nur in eine Richtung sein ?

Dann ist mir noch am Abgang der Kurbelgehäuseentlüftung zum Saugrohr/Aktivkohleregelventil ein Einsatz aufgefallen, den ich nur als Sperrventil des Ladedrucks identifizieren konnte.
Also es soll sperren, wenn im Saugrohr Ladedruck anliegt, damit nichts ins Kurbelgehäuse verschwindet.
Es ist selt leichtgängig, 'Blasetest' auf Sperrwirkung habe ich noch nicht gemacht, da es mir zu verölt war und erstmal trocknen sollte.
Kann an dem Teil etwas kaputt gehen ?

Der Schlauch zum Saugrohr wurde leider zerschnitten, um ein T-Stück für die Euro2-Regelung einzusetzen, der Schlauch selbst sieht aber dicht aus, Schlauchschellen saßen auch beim zerlegen gestern gut drauf und waren fest.

Wenn nun die Verschlauchung der Kurbelgehäuseentlüftng soweit sauber ist, wo kann denn noch ein Fehler liegen, daß der Druck im Kurbeltrieb zu hoch wird, und mir das Öl in den Verteiler reindrückt ?
Ich recherchiere mal noch, ob es noch das ein oder andere Teil daovn als neu oder NOS gibt, um mal das Gat-System auch testweise komplett abzuklemmen, aber beim Drucktest hätte man da ja eine Undichtigkeit bemerkt.

Nicht getestet wurde von mir der Schlauch zum Motorsteuergerät, ob der noch dicht ist, nur geht da ja kein großes Volumen durch.

Saugschlauch vom LMM zum Lader hatte ich mal auch abgenommen, der Lader dreht angenehm leicht, kein fühlbares Spiel im Lagersitz, leichtes Axialspiel ist da, geschätzt 0.5 mm ?

Auf Tipp vom Kollegen habe ich an der Verteilereinstellung rumgespielt, dabei hatte ich auch das Geöle gefunden.
Der Verteiler hat ein *wirklich* schmales Band, wo der Wagen läuft & startet, und wo er garnicht die Zündung einleitet. Es sind ca 2mm pro Richtung, ab 2.1mm startet er garnicht :D.

Ob das jetzt wirklich exakt auf der Postition ist, die die VAG 3233 vorgibt, kann ich nicht genau sagen.
Insgesamt habe ich bisher regelmäßig 1.6 Bar Ladedruck gesehen, selten 1.7, sporadisch 1.8., und 1.9 garnicht.
Stellenweise hängt er auf 1.4 , wo sich dann auch nicht mehr tut, das sieht ja nach Notlauf aus, aber alles ohne Einträge im Fehlerspeicher.

Was mir bisher fehlt:
- Kompresisonstest, mangels Gerätschaften bisher nicht gemacht.


So, die Fragen nun:
- Wem fällt dazu noch was ein ?
- Ideen und Anregungen zur Kurbelgehäuseentlüftung, außer eventuell einen Catchtank oder so, ich wüsste auch garnicht wohin damit :-/ . Es gibt ja hier auch diversen Themen dazu ;) .
- Laderverschleiß: Kann es sein, daß einfach der Lader nach bald 30 Jahren nicht mehr sein ursprüngliches Ladefeld liefert ?


Danke euch fürs Mitdenken und für Ideen ;)

Grüßle !

Roland